klar

Zensus 2011

Der 9. Mai 2011 ist der Stichtag für den Zensus 2011.
Der Zensus 2011 ist eine Bevölkerungs-, Gebäude- und Wohnungszählung, die durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (in Niedersachsen durch den Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen - LSKN) durchgeführt wird. Ziel ist, eine möglichst genaue Momentaufnahme an Basisdaten zur Bevölkerung, zur Erwerbstätigkeit und zur Wohnsituation zu liefern.

Im Unterschied zu der letzten Volkszählung 1987, bei der jeder Haushalt befragt wurde, kommt jetzt ein neues statistisches Verfahren zum Einsatz, bei dem bereits vorhandene Daten aus Verwaltungsregistern genutzt werden. Darüber hinaus erfolgt bei zehn Prozent der Bevölkerung eine Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis (Haushaltsstichprobe). Befragt werden weiterhin die Haus- und Wohnungseigentümer sowie die Einrichtungsleitung von Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften.

Die Auskunftspflicht ergibt sich aus § 18 Gesetz über den registergestützten Zensus im Jahre 2011 - Zensusgesetz 2011. Sollten einige Angaben freiwillig erhoben werden, ist dieses vermerkt; für diese Fälle besteht keine Auskunftspflicht. Wer seiner Auskunftspflicht nicht nachkommt, muss mit einem Ordnungswidrigkeitenverfahren rechnen (Bußgeld).

Die Haushaltebefragungen werden von den sogenannten Erhebungsbeauftragten durchgeführt. Diese kündigen ihren Besuch bei den auskunftspflichtigen Haushalten vorher schriftlich an. Am vereinbarten Termin weisen sie sich aus, notieren einige Grunddaten über die Haushaltsmitglieder und bieten ihre Hilfe beim Ausfüllen der Fragebogen an. Wer dies nicht wünscht, kann sich den Bogen auch aushändigen lassen, selber ausfüllen und zurückschicken bzw. die Auskünfte online unter www.zensus2011.de geben.

Die angeschriebenen Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnraum werden schriftlich befragt bzw. können ihre Angaben online unter www.zensus2011.de machen.

Aus datenschutzrechtlicher Sicht bestehen keine Bedenken gegen diese Vorgehensweise. Die Einschränkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, nach dem jeder grundsätzlich selbst über die Preisgabe seiner personenbezogenen Daten entscheiden darf, ist zulässig, wenn diese Einschränkung aufgrund eines Gesetzes erfolgt, dem der Bürger Inhalt und Umfang der Einschränkung entnehmen kann. Hier erfolgt die Einschränkung aufgrund des Bundesstatistikgesetzes, des Zensusgesetzes 2011 und des niedersächsischen Ausführungsgesetz zum Zensusgesetz und ist daher nicht zu beanstanden.

Weitere Informationen können dem Internetauftritt des LSKN unter dem Stichwort „Zensus 2011" entnommen werden: www.lskn.niedersachsen.de



Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen
Prinzenstraße 5
30159 Hannover
Telefon 0511 120-4500
Fax 0511 120-4599
E-Mail an Ansprechpartner schreiben
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln