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Datenschutz bei der Protokollierung

Auch für die Informations- und Kommunikationstechnik gilt die alte Lebensweisheit "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Um eine nachträgliche Kontrolle zu ermöglichen, ist es erforderlich, Nutzer- und Systemaktivitäten aufzuzeichnen. Enthält eine solche Aufzeichnung mindestens den Zeitpunkt, die ausgeführte Handlung und den Handelnden spricht man allgemein von Protokollierung.

Einerseits
dient die Protokollierung von Verarbeitungsaktivitäten dazu, die Informations- und Kommunikationstechnik nachprüfbarer, sicherer und transparenter zu gestalten. Um sowohl die Nachvollziehbarkeit gewünschter und geplanter Prozesse, als auch die Prävention und Ahndung missbräuchlicher Verwendungen gewährleisten zu können, stellen Protokolle ein probates Mittel dar und kommen auf den verschiedensten Ebenen der Hard- und Softwarenutzung zum Einsatz.

Andererseits
entstehen durch Protokollierungen aber auch neue Sammlungen personenbezogener Daten über die Nutzer der Verarbeitungssysteme. Datenfriedhöfe mit unzureichenden Zugriffsberechtigungen laden häufig zu zweckfremder und damit unzulässiger Nutzung ein. Hiervon kann jeder persönlich betroffen sein, ob als Bürger, der eine EDV-gestützte Verwaltungsleistung in Anspruch nimmt, oder als Mitarbeiter, der als Anwender eines Verfahrens seine Spuren hinterlässt.

Diese beiden Aspekte bilden das Spannungsfeld, in dem sich jede Protokollierung bewegt, soweit dabei personenbezogene Daten aufgezeichnet werden.

Die Orientierungshilfen des LfD Niedersachsen und des Arbeitskreises "Technische und organisatorische Datenschutzfragen" sollen dem Leser bei der Realisierung eines datenschutzkonformen Einsatzes von Protokollierung praxisorientierte Hilfestellung geben.



Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen
Prinzenstraße 5
30159 Hannover
Telefon 0511 120-4500
Fax 0511 120-4599
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