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Anschluss öffentlicher Netze an das Internet

Der Anschluss an das Internet ist mit erheblichen Gefährdungen des Datenschutzes und der Datensicherheit verbunden. Eine vertrauliche Kommunikation im Internet ist nicht gewährleistet, alle Kommunikationsvorgänge hinterlassen Spuren. An jedem beteiligten Knotenrechner werden die Kommunikationsinhalte und die Verbindungsdaten zwischengespeichert; sie können dort unbefugt gelesen und ausgewertet werden. Diese Datenspuren können - ohne Wissen der Betroffenen - zu aussagekräftigen Benutzungsprofilen verdichtet werden. Verhaltens- und Umfeldkontrollen sowie Ausforschungen persönlicher Lebensgewohnheiten werden möglich.

Weitere Gefahren erwachsen aus einer völlig unsicheren Netzinfrastruktur. Das Internet ist nicht unter Sicherheitsaspekten entwickelt worden, sondern als Netz zum freien Austausch von Informationen. Schwächen finden sich zum Beispiel in den Protokollen für die Datenübertragung, in den Implementierungen und Installationen der Programme für die Internet-Dienste sowie in den Betriebssystemen der angeschlossenen Rechnersysteme. Potentielle Angreifer haben vertiefte Kenntnisse über bestehende Sicherheitslücken und verfügen über ausreichende Rechnerkapazitäten sowie Zeit, um am Internet angeschlossene Rechner auszuforschen und zu bedrohen.

Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder haben gemeinsam eine Orientierungshilfe für die Gestaltung eines hinreichend abgesicherten Internetanschlusses veröffentlicht. Sie richtet sich in erster Linie an öffentliche Stellen des Bundes und der Länder. Die dargestellten Grundsätze können auch auf den nicht öffentlichen Bereich übertragen werden.



Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen
Prinzenstraße 5
30159 Hannover
Telefon 0511 120-4500
Fax 0511 120-4599
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