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Datenschutz in Apotheken

Apotheken verfügen häufig über Patientendaten (zum Beispiel Name, Vorname, Geburtsdatum und Anschrift ihrer Kunden sowie deren Medikationen). Diese Daten werden häufig zum Zusammenstellen der gezahlten Eigenanteile bei der Inanspruchnahme von Medikamenten sowie für Werbezwecke und zur Kundenbindung genutzt.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen über den Datenschutz ist eine Speicherung von Kundendaten durch die Apotheke ohne Einwilligung des Kunden nicht zulässig. Möchte eine Apotheke diese Daten speichern, muss eine schriftliche Einwilligung des Kunden eingeholt werden. Die Einwilligungserklärung muss den Namen und die Adresse der Apotheke sowie den Grund für die Speicherung enthalten. Auch muss ein Hinweis auf die Möglichkeit des jederzeitigen Widerrufs der Einwilligungserklärung gegeben werden.

Werden schon jetzt Kundendateien ohne dazugehörige Einwilligungserklärungen gespeichert, so sind die Einwilligungen nachzuholen. Bei Nichteinwilligung oder Widerruf müssen die Daten unverzüglich gelöscht werden. Etwas anderes gilt dann, wenn die Datenspeicherung zur Abwicklung des Vertragsverhältnisses zwischen Kunde und Apotheke erforderlich ist. Dies könnte dann der Fall sein, wenn die Medikamente noch nicht vollständig bezahlt wurden und die Daten aufgrund des offenen Vertragsverhältnisses noch benötigt werden.



Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen
Prinzenstraße 5
30159 Hannover
Telefon 0511 120-4500
Fax 0511 120-4599
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